Düsseldorfer nach Handspiel-Aufreger gelassen

Düsseldorfer nach Handspiel-Aufreger gelassen

Trainer und Spieler von Fortuna Düsseldorf haben gelassen auf eine womöglich spielentscheidende Fehlentscheidung beim Spitzenduell gegen den neuen Bundesliga-Aufsteiger Holstein Kiel reagiert. «Ich akzeptiere es», sagte Trainer Daniel Thioune.

Beim 1:1 im Holstein-Stadion hatte der Kieler Verteidiger Patrick Erras in der vierten Minute einen Kopfball von Vincent Vermeij kurz vor der Torlinie eindeutig mit der Hand (4.) geklärt. Aber obwohl sich Schiedsrichter Sven Jablonski aus Bremen die Szene noch einmal auf dem Videobildschirm am Spielfeldrand ansah, gab er einen Eckball – und weder Elfmeter für Düsseldorf noch eine Rote Karte für Erras.

«Der Schiedsrichter hat auf Eckball entschieden. Aber auf unsere Intervention hin hat ihm der vierte Offizielle per Sprechfunk gesagt: Schau es dir nochmal an», sagte Thioune nach dem Spiel. «Daraufhin hat er es sich nochmal angeschaut – und jeder kann sich sein eigenes Bild machen.»

Hoffmann: Waren bessere Mannschaft – gibt uns Mut

Fortuna-Profi André Hoffmann sprach zwar hinterher von einem «Skandal» und sagte: «Da wurden wir sicher ein Stück weit benachteiligt.» Der Abwehrspieler legte den Fokus jedoch mehr auf die sehr wahrscheinliche Teilnahme an den beiden Relegationsspielen gegen den Tabellen-16. der Bundesliga.

«Wenn wir so eng zusammenbleiben, wie wir das seit Wochen tun, dann ist alles möglich in dieser Saison», sagte Hoffmann. «Ich finde, dass wir heute die bessere Mannschaft waren. Wenn man die Bilder hier sieht, kann sich da niemand etwas für kaufen. Aber das gibt uns natürlich Mut für die nächsten Spiele.»

Während die Kieler nun als Bundesliga-Aufsteiger feststehen, hat die Fortuna noch geringe Chancen auf den zweiten Platz. Dem FC St. Pauli würde heute (13.30 Uhr/Sky) beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück schon ein Unentschieden reichen, um seine Erstliga-Rückkehr ebenfalls perfekt zu machen. Platz drei und die Teilnahme an den beiden Relegationsspielen am 23. und 27. Mai ist den Düsseldorfern aber nicht mehr zu nehmen.